Studium finanzieren – Möglichkeiten

Wie finanziere ich mir das Studium?

Ein Studium beansprucht Kosten. Sei es der Semesterbeitrag, Skripte, Schreibmaterial oder Studentenpartys – all das erfordert Geld. Die Studienanfänger lassen sich in zwei große Parteien untergliedern. Eine Partei bilden Schulabsolventen, die nach ihrem Abitur ein Studium einschlagen. Eine weitere Gruppe bilden die Ausbildungsabsolventen, die meist berufliche Erfahrung aufweisen können. Im Regelfall leben beide Gruppen währen der Studienzeit  in sparsamen Verhältnissen, weswegen eine bedachte Finanzierungsplanung unentbehrlich ist. Im Folgenden werden einige Finanzierungsquellen aufgelistet, die die Studienlaufbahn erleichtern sollen.

Finanzielle Unterstützung durch die Eltern

Im Durchschnitt werden in Deutschland 87 Prozent der Studenten von ihren Eltern finanziell unterstützt. Hierbei erhalten sie im Monat durchschnittlich 450 Euro. Die Finanzierungsquelle über die Eltern bietet eine einfache Form der Geldbeschaffung an, jedoch haben nicht alle Eltern die notwendigen finanziellen Mittel, um ihre Kinder zu unterstützten. Aus diesem Grund bestehen für Studenten aus wirtschaftlich schlechten Verhältnisse weitere Finanzierungsmöglichkeiten.

Kindergeld

Einen Anspruch auf Kindergeld besitzt man bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Der Kindergeldbeitrag ist abhängig von der Geschwisteranzahl, sodass der monatliche Beitrag zwischen 184 bis 215 Euro belaufen kann. Die Einnahmequelle bietet keine rundum Finanzierung  für das Studium,  jedoch kann sie das Taschengeld auffrischen.

Nebenjob/Werkstudentenjob

Die Finanzierung  eines Studiums mithilfe eines Nebenjob/Werkstudentenjob ist eine Variante, die von vielen Studenten durchgeführt wird. Stellenangebote erhält man zum Beispiel bei der Bundesagentur für Arbeit und generell im Internet. Gezielte Stellenangebote für Studenten sind beispielsweise bei Studentenwerkportalen der jeweiligen Universitäten ausgeschrieben. Trotz der Verlockung neben dem Studium Geld zu verdienen, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass das Studium eine höhere Priorität hat. Außerdem sollte beachtet werden, dass Studenten während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden arbeiten dürfen, andernfalls können sie nicht die steuerlichen Vorteile eines Studenten genießen. Ein Student, der auf Bafög angewiesen ist, darf durchschnittlich die 400 Euro Grenze nicht überschreiten, da der Bafög Beitrag andernfalls gekürzt wird.

Stipendium – ausschließlich mit einem guten Notendurschnitt?

Viele Studenten glauben irrtümlich, dass ein Stipendium einen sehr guten Notendurchschnitt und Lebenslauf verlangt. Diese Kriterien sind von Vorteil, jedoch werden weitere Anforderungen abverlangt, in denen die Studenten ihr Können unter Beweis stellen können. Beispielsweise können Studenten durch ihr Motivationsschreiben und/oder ehrenamtliche Arbeit glänzen. Zudem kann man sich von einem Professor ein Empfehlungsschreiben ausstellen lassen. Die Höhe des Stipendiums variiert je nach Einkommen der Eltern.

Bafög – staatliche Unterstützung

Bundesbildungsförderungsgesetz ( Bafög) ist eine staatliche Unterstützung zur Finanzierung eines Studiums. Es wird ausschließlich bis zur Regelstudienzeit verliehen und der/die Student/in darf nicht das 30. Lebensjahr erreicht haben.  Zudem muss der/die Student/in nach dem vierten Semester seine Studienleistung einreichen. Es besteht zur Hälfte aus einem zinslosen Kredit. Die andere Hälfte wird dem Studenten kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Höhe der Einnahme hängt vom Einkommen der Eltern ab, hierbei kann ein Student bis zu 670 Euro erhalten. Bafög kann beim Studentenwerk oder Bafög- Amt beantragt werden. In der Regel wird Bafög nach Beendigung des Studiums, im Idealfall bei Arbeitsaufnahme zurückgezahlt. Der Rückzahlungsbeitrag ist vom Einkommen des Studenten abhängig, wobei der Mindestbetrag bei 1070 Euro liegt

Studienkredite – eine Verschuldung für die Zukunft?

Studienkredite unterscheiden sich im Vergleich zu herkömmlichen Krediten, da der Kredit nicht auf einen Schlag ausgezahlt wird, sondern es werden monatliche Beträge ausgezahlt. Bei Beendigung des Studiums wird der Gesamtbeitrag inklusive Zinsen zurückgezahlt. Ein Studienkredit bietet den Vorteil, dass eine finanzielle Unterstützung geboten wird, jedoch muss bedacht werden, dass  ein Student nach Beendigung des Studiums auf einem Schuldenberg sitzt.

Studium ist eine Investition in die Zukunft

Es gibt eine große Auswahl an Finanzierungsmöglichkeiten, sodass Geldsorgen im Studium eine nachrangige Rolle einnehmen sollten. Hierbei muss abgewogen werden, welches Finanzierungsangebot für die persönlichen Konditionen optimal ist, damit das Studium nicht endlos in die Länge gezogen wird und/ oder sogar der Studienabsolvent unter einer großen Schuldenbelastung leiden muss.

Letztendlich bietet ein Hochschulabschluss in den meisten Fällen eine vielversprechende Zukunft und eine Erfahrung für das Leben.

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