Steuer mindern mit künstlicher Befruchtung

Die Fortpflanzung ist ein wichtiger Bestandteil des Menschen, rund Drei Viertel der Deutschen unter 50 Jahren haben den Wunsch Kinder zu bekommen – über sechs Millionen Bundesbürger haben jedoch damit ein Problem. Eine Künstliche Befruchtung kann und ist meist die letzte Hoffnung für Paare. Anspruch auf eine Kostenübernahme einer künstlichen Befruchtung haben Frauen zwischen 25 und 40 und Männer bis 50 Jahre. Dabei beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse bai maximal drei Versuchen und jeweils 50 Prozent der entstandenen Kosten.

Bei der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) ist die Kostenübernahme bereits im Mai 2012 auf 75 Prozent erhöht worden zusätzlich wollten sie die Leistung auf nicht verheiratete und auch jüngere Paare ausweiten, dies wurde jedoch von der Aufsichtsbehörde, dem Bundesversicherungsamt (BVA) abgelehnt. Das Gericht hat diese Regelung in der ersten Instanz bestätigt (AZ L 1 KR 435/12 KL) und ist der Auffassung, dass das Gesetz zwar zulässt, dass Krankenkassen ihre Leistungen erhöhen, der Gesetzgeber jedoch bewusst die Leistungen einer künstlichen Befruchtung auf Eheleute beschränkt hat. Die Krankenkasse hat Revision gegen das Urteil eingelegt.

Wie können Sie die Kosten steuerlich ansetzen

Sollte eine Frau auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, ist es möglich, die für den Steuerzahler angefallenen Kosten als außergewöhnliche Belastungen abzusetzen. Seit 2007 ist es auch für unverheiratete Paare möglich, die Kosten bei der Steuer geltend zu machen – einzige Voraussetzung ist, dass es sich hierbei um den Samen des Partners handelt (Az. II R47/05).

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