Koffein Fluch und Segen zugleich

Koffein hat durchaus viele positive Eigenschaften, so wurde erst kürzlich nachgewiesen, dass dadurch Risiken einer Alzheimererkrankung reduziert werden können. Auch Steigerung von Konzentration und sportlichen Leistungsfähigkeit sind bekannt. Wenn wir Koffein zu uns nehmen – z. B. in Form von Kaffee, Tee oder Cola – benötigt unser Körper ungefähr 30 bis 45 Minuten um das Alkaloid in den Blutkreislauf zu befördern und verweilt dort, um die vier Stunden, bis es über den Urin wieder ausgeschieden wird.

Fluch und Segen – wie wirkt Koffein im menschlichen Organismus

Koffein sorgt für eine Gefäßerweiterung und regt die Durchblutung der Gehirnzellen an. Das zentrale Nervensystem und die Herztätigkeit werden angeregt – Puls und Blutdruck steigen. Wir fühlen uns nicht nur voll mit Energie, sondern werden von unserem Organismus zusätzlich mit Glücksgefühlen überschüttete. Verantwortlich sind hierfür die Stimulanten wie Dopamin und Glutamat.

Koffeingehalt in Lebensmitteln

Lebensmittel

Druchschnittlicher Koffeininhalt

Kaffee (Tasse mit 150 ml) 80 – 100 mg
Schwarzer Tee (Tasse mit 150 ml) 40 – 70 mg
Bitterschokolade (100 g) 34 mg
CocaCola (100 ml) 9 mg
Afri Cola (100 ml) 25 mg
Rockstar Energy Drink (100 ml) 32 mg
Red Bull Energy Drink (100 ml) 32 mg

Nebenwirkungen von Koffein

Wer regelmäßig Koffein konsumiert, sollte über alle möglichen Nebenwirkungen informiert sein. Wenn nicht bereits ein Gewohnheitseffekt eingetreten ist, kann sich Koffein negativ auf den Schlaf auswirken, Kopfschmerzen verursachen, Nervosität hervorrufen oder Magen-Darm-Trakt beeinflussen. Viele Deutsche sind sogar Koffein-Süchtig und bekommen Entzugserscheinungen, wenn nicht ihre tägliche Dosis Thein zugeführt wird. Bei regelmäßiger Einnahme tritt ein Gewöhnungseffekt ein, der mit einer gewissen Regelmäßigkeit stetig abnehmende, putschende Effekt lässt nach und ist immer weniger zu spüren. Erst wenn eine Reduzierung stattfindet, kann es bei diesen Personen depressionsähnliche Zustände, Antriebslosigkeit oder eine schnelle Reizbarkeit auslösen und bis zu neun Tage andauern.

Verbot von Energy Drinks

Mitunter zu den beliebtesten Koffein-Lieferanten zählen Energy Drinks, gerade jüngere Generationen scheinen davon besonders betroffen und auch gefährdet zu sein. Die SPD forderte kürzlich eine Altersbeschränkung für den Verkauf dieser Getränke. Das Jugendschutzgesetz soll dementsprechend angepasst werden, dass zukünftig eine Abgabe von Energy Drinks an unter 18-Jährige verboten ist. Das Problem liegt an der hohen Dosierung von Koffein in diesen Getränken, jugendliche sind sich der Problematik nicht bewusst und kennen Risiken nicht.

Energy Drinks werden so zum Beispiel gerne während langen Partynächten getrunken, als Durstlöscher oder zum Mischen von alkoholischen Spirituosen. Schnell kann es zu einer Überdosis kommen, denn bei Heranwachsenden liegt ein verträgliche Menge Koffein deutlich unter dem eines ausgewachsenen Menschen. Nicht gerade selten kommt es zu Kreislaufzusammenbrüchen, ob die eingeführten Warnhinweise auf Getränkeverpackungen Abhilfe schaffen bleibt fraglich. Seit Dezember 2014 besteht die Kennzeichnungspflicht für alle Koffeinhaltigen Getränke über einem Wert von 150 mg “Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen”.

Im Durchschnitt kommen auf 250 Milliliter des Getränkes 80 Milligramm Koffein, dass entspricht in etwa zwei Tassen Kaffee. Bewusst wird einem das Risiko erst, wenn man bedenkt, dass eine Menge von 300 Milligramm am Tag für einen gesunden Erwachsenen als unbedenklich bezeichnet wird.

http://youtu.be/TPNmyqo0QdQ

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